Gründe für den Einsatz von Öko-Lebensmitteln

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Ein Ziel ökologischer Landbewirtschaftung ist es, hochwertige Lebensmittel zu erzeugen. Untersuchungen zu den Motiven für den Kauf von ökologisch erzeugten Lebensmitteln weisen als häufigste Kaufgründe den Beitrag des Ökolandbaus zum Umweltschutz, seine tiergerechten Haltungsverfahren, die regionale Herkunft, die eingeschränkte Zahl an Zusatzstoffen in der Lebensmittelverarbeitung und eine möglichst geringe Schadstoffbelastung (Ökobarometer 2012, Nestlé-Studie 2011). Dies wird untermauert durch wissenschaftliche Untersuchungen. Das staatliche Ökomonitoring in Baden-Württemberg weist für die Jahre 2008-2011 bei Bio-Obst deutlich niedrigere Pestizidrückstandsgehalte als bei konventioneller Ware auf. Der Phosphorgehalt und die sekundären Pflanzeninhaltsstoffe sind bei Öko-Lebensmitteln meist höher. Weiterhin unterscheiden sich Öko-Lebensmittel durch geringere Gehalte an Nitrat und pharmakologisch wirksamen Substanzen von konventionellen Lebensmitteln. Für die Herstellung konventioneller Lebensmittel sind in Deutschland mehr als 300 Zusatzstoffe zugelassen, für ökologische Lebensmittel nach EU-Öko-VO rund 50 Zusatzstoffe. Die Verarbeitungsrichtlinien von ökologischen Anbauverbänden wie Bioland, Naturland, Biokreis und Demeter schränken die verwendbaren Zusatzstoffe auf rund 20 weiter ein. Der Einsatz von Gentechnik ist im biologischen Landbau sowie bei der weiteren Verarbeitung von Öko-Lebensmitteln verboten.