Der Öko-Apfel
Der Apfel ist ein Kernobst aus der Familie der Rosengewächse und wurde bereits im alten Ägypten kultiviert. Inzwischen kennt man rund 2.700 Sorten, die nicht nur in Form und Farbe, sondern auch in Säuregrad, Konsistenz des Fruchtfleisches, Verwendbarkeit und Reifezeitpunkt variieren. Einige, wie zum Beispiel der Klarapfel, können schon im Juli frisch vom Baum verzehrt werden. Andere – und dazu gehört auch der Backapfel Boskoop – müssen dagegen längere Zeit gelagert werden, um ihr volles Aroma zu entfalten. Als Tafel-, Back- und Mostäpfel sind sie in Deutschland sehr beliebt: Der Pro-Kopf-Verzehr liegt jährlich bei mehr als 30 Kilogramm.
Apfel-Steckbrief
- Feinfruchtig, süßsäuerlich, aromatisch – es gibt viele Attribute, um einen Apfel zu beschreiben. Doch keines davon wird allen 2.700 Sorten gerecht. Im Handel werden meist nur noch etwa 16 Sorten angeboten. Bio-Obstbauern setzen sich dafür ein, dass auch alte Vertreter ihr geschmackvolles Revival feiern.
- Äpfel aus ökologischem Anbau dürfen nicht mit chemischen Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. Öko-Äpfel gedeihen in Ruhe, genießen viel Sonne und dank des Ökoanbaus frei von Chemikalien kann man beim Öko-Apfel einfach herzhaft reinbeißen.
- Die rote Farbe, die viele Äpfel ziert, ist ein Geniestreich der Natur: Mit ihr schützen sich die Äpfel vor zuviel direkter Sonne.
- Wenn Sie Apfelkuchen oder -desserts zubereiten, greifen Sie ruhig auch mal zu exotischen Gewürzen. Zimt, Vanille, Ingwer, Nelken oder Kardamom, unterstreichen das apfeleigene Aroma. Zitronensaft und -schale peppen säurearme Apfelsorten auf.
- “An apple a day keeps the doctor away” lautet ein britisches Sprichwort. Und da ist etwas Wahres dran: Denn das beliebte Kernobst stärkt mit seinem hohen Gehalt an Vitamin A, B, C und E sowie mehr als 20 Mineralstoffen das Immunsystem.
- Äpfel machen satt, haben aber nur 52 kcal pro 100 Gramm. Damit sind sie die ideale Zwischenmahlzeit für Schule und Büro. Ihre feine Säure und der hohe Wassergehalt erfrischen, während Trauben- und Fruchtzucker für neue Energie sorgen.
- Sie ersetzen nicht die Zahnbürste, reinigen aber dennoch Mund und Zähne: Untersuchungen belegen, dass Äpfel ähnlich antibakteriell wirken wie Mundwasser oder Zahnpflegekaugummis.
Apfel-Tipps
- Öko-Äpfel aus der Region sind nicht nur umweltfreundlicher, sie schmecken auch besser, weil sie vollreif geerntet werden und keine langen Transportwege über sich ergehen lassen müssen.
- Gehen Sie beim Einkauf immer der Nase nach: Ein intensiver Fruchtgeruch zeigt, dass der Apfel wirklich auf dem Höhepunkt seiner Genussreife ist.
- Unter der Schale stecken die meisten Vitamine und Mineralstoffe. Äpfel aus ökologischem Anbau sind frei von Insektiziden und Pestiziden. Sie können sie also ohne Bedenken mit der Schale genießen.
- Im norddeutschen Klassiker „Himmel und Erde“ sind Äpfel und Kartoffeln ein echtes Dreamteam. Ungekocht vertragen sie sich allerdings nicht: Äpfel verströmen das Reifegas Äthylen, das Kartoffeln ganz schnell altern lässt.
- Für Apfelgelee eignen sich Äpfel, die noch nicht ganz reif sind. Denn sie enthalten besonders viel Pektin, das den Aufstrich auf natürliche Weise gelieren lässt.
- Äpfel machen nicht nur gesund, sondern auch schön. Legen Sie Apfelschalen für 20 Minuten auf das Gesicht, genießen Sie das fruchtige Aroma und waschen Sie die Haut anschließend mit lauwarmem Wasser ab.
Rezepte:
Karamellisierte Apfelspalten mit Mascarpone
Zutaten für 4 Personen:
Für die Apfelspalten:
100 g getrocknete Pflaumen (ohne Stein)
½ Stange Zimt
150 ml naturtrüber Apfelsaft
300 g säuerliche Äpfel (z. B. Glockenapfel, Gravensteiner, Elstar)
50 g Akazienhonig
1 EL Butter
3 EL Zitronensaft
Für die Creme:
40 g Zartbitter-Schokolade
80 g Magerquark
80 g Mascarpone
3 EL Vollrohrzucker
2 EL Beerenmüsli-Mischung
4 Minzeblätter
Zubereitungszeit: 30 Min.
Pro Portion ca. 255 kcal
Zubereitung:
Die Pflaumen halbieren, mit Zimtstange in Apfelsaft einen halben Tag einweichen.
Die Schokolade raspeln. Quark mit Mascarpone und Vollrohrzucker verrühren, die Schokoladenraspel unterziehen und zugedeckt im Kühlschrank 30 Min. ziehen lassen.
Für die Apfelspalten die Äpfel waschen, vierteln, entkernen und die Viertel in dünne Spalten schneiden. Honig erhitzen, die Butter unterrühren, Apfelspalten und Zitronensaft zugeben und alles 1–2 Min. kochen lassen. Die Trockenpflaumen samt Einweichflüssigkeit dazugeben und 2 Min. kochen lassen.
Die Apfelspalten mit der Creme auf Tellern anrichten, Beerenmüsli darüber streuen und mit je 2 Trockenpflaumen und je 1 Minzeblatt garnieren.
Rezept- und Bildnachweis
KARAMELLISIERTE APFELSPALTEN MIT MASCARPONE: "BIO – EIN GENUSS“ von Anna Ort-Gottwald, BIOSpitzenköche (GU-Verlag, 24,90 Euro).
Äpfel: Bayerisches Landwirtschaftsministerium