Oeko-Erlebnistage 2008

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Öko-Chicoré

Inhalt:

Der Öko-Chicorée

Chicorée gehört zur Gattung der Wegwarten, einer Wildpflanze, die in Europa, Nordafrika und Sibirien wächst. Im Altertum war sie bei Griechen und Römern eine beliebte Heilpflanze. Frischer Chicorée hat fest geschlossene, weißlich-gelbe Blätter, die schön knackig sind. Das Gemüse braucht die Dunkelheit, denn Wärme und Licht machen ihn grün und sehr bitter. Es gibt auch roten Chicorée, eine Kreuzung aus herkömmlichen Chicorée und Radicchio. Sowohl in seiner herkömmlichen Form als auch als roter Chicorée ist das Wintergemüse reich an Vitaminen und Folsäure. Nachdem die äußeren Blätter entfernt wurden, geht er als küchenfertiges Gemüse ins Handelsangebot. Chicorée wird vor allem in Mittel- und Nordeuropa angebaut.

Erntezeit ist von Oktober bis April.

Chicorée-Steckbrief

  • Chicorée schmeckt leicht bitter. Es gibt mittlerweile aber auch Züchtungen, die weitgehend frei von Bitterstoffen sind.
  • Chicorée passt sich gut an, verliert aber nie seinen typischen Geschmack. Er harmoniert gut mit kräftigen Saucen, Krabben, Mandarinen, Nüssen, Tomaten und Eiern. Würzen Sie ihn z. B. mit Curry, Ingwer, Knoblauch oder Kardamom.
  • Chicorée schmeckt als Salat und als warmes Gemüse. Außerdem lassen sich mit dem Gemüse ganz schnell gesunde Suppen, ausgefallene Häppchen und herzhafte Dips herstellen. Aus großen Sprossen können sie Chicoréeschiffchen zaubern oder den Chicorée füllen.
  • Das Gemüse ist gut für die Gesundheit und fürs Wohlbefinden, weil es viele Vitamine und Mineralstoffe enthält. Provitamin A, die Vitamine B1, B2 und Vitamin C unterstützen zusammen mit Kalium, Kalzium und Eisen den Verdauungsprozess und senken den Cholesterinspiegel. Die Bitterstoffe im Chicorée regen den Appetit an und aktivieren Leber und Galle.
  • Chicorée eignet sich ausgesprochen gut für die Diätküche: pro 100 Gramm schlagen nur 16 Kalorien zu Buche!

Chicorée-Tipps

  • Kaufen Sie nur fest verschlossene Stauden mit weißen Blättern und gelben Spitzen. Ferner sollte der Chicoree keine Druckstellen haben. Eingewickelt in feuchtes Papier ist er circafünf Tage im Kühlschrank haltbar.
  • Chicorée eignet sich nicht zum Konservieren, wenn er danach als Rohgemüse verwendet werden soll. Als aufgetautes Gemüse ist er gedünstet oder überbacken sehr gut zu genießen.
  • Wenn Sie Chicorée warm zubereiten, hilft ein Löffel Zucker gegen den bitteren Geschmack. Sie können auch den Kern am unteren Ende circa einen Zentimeter tief herausschneiden, denn dort sitzen die meisten Bitterstoffe (aber auch die meisten Vitamine!). Auch ein Schuss Sahne oder ein Spritzer Zitrone mildern den bitteren Geschmack. Etwas Zitronensaft im Kochwasser oder als Zugabe beim Dünsten sorgt außerdem dafür, dass der Chicorée schön weiß bleibt und sich nicht braun verfärbt.
  • Verwenden Sie für die Zubereitung von Chicorée niemals eiserne Töpfe, denn darin wird das Gemüse schwarz. Auch an der Luft verfärbt sich Chicorée nach einiger Zeit dunkel. Bereiten Sie ihn deshalb erst kurz vor dem Servieren zu.
  • Chicorée liefert den Rohstoff Inulin. Diese Pflanzenfaser ist ein wichtiger Füll- und Ballaststoff für prebiotische Produkte.
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