Oeko-Erlebnistage 2008

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Öko-Kürbise
Kürbise

Inhalt:

Der Öko-Kürbis

Kürbis ist streng genommen kein Gemüse, sondern gehört, wie die Tomate, zu den Beerenfrüchten. Seine Geschichte ist mindestens 8.000 Jahre alt. Schon damals wurde er von peruanischen Indianern zusammen mit Mais und Bohnen angebaut und war ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Bei uns feiert Cucurbita – so der botanische Name – sein Comeback, seitdem das amerikanische Halloween-Fest im deutschen Festtagskalender Einzug gehalten hat. Erntezeit ist ab Ende August, und dann gibt es 800 verschiedene Sorten in den bizarrsten Formen und verschiedensten Farben. Manche Giganten erreichen sogar 50 Kilogramm und mehr.

Kürbis-Steckbrief

  • Mit seinem süßlich-milden Geschmack lässt sich der Kürbis äußerst vielseitig verwenden. Gekocht, gebraten, gegrillt, gedünstet, überbacken, eingelegt oder als Kuchen steht er sogar bei Gourmet-Restaurants auf der Speisekarte.
  • Der Kürbis ist ein echter „Öko“: äußerst anspruchslos und leicht zu kultivieren. Neben anderen Sorten sorgt er nicht nur für ein schönes Bild, sondern er schützt seine Nachbarn gleichzeitig vor Schädlingen. Als Liebhaber humusreicher Böden gedeiht er hervorragend neben dem Kompost und spendet ihm mit seinen großen Blättern Schatten.
  • Im Großen und Ganzen teilt man die variantenreichen Früchte in Sommer- und Winterkürbisse ein. Die Sommerkürbisse, zu denen alle Zucchiniarten zählen, werden von Sommer bis Frühherbst quasi unreif geerntet und halten sich nur wenige Tage.
  • Winterkürbisse wie der Butternusskürbis oder der Hokkaido lassen sich dagegen bei Raumtemperatur bis ins Frühjahr hinein lagern und sind auch zum Einlegen hervorragend geeignet.
  • Die sattorange Farbe vieler Kürbisse zeigt bereits: Hier steckt viel Beta-Karotin drin. Im Körper wird das Provitamin in Vitamin A verwandelt und stärkt auf diese Weise die Sehkraft. Außerdem liefert Kürbis Vitamin B, C und E sowie die Mineralstoffe Kupfer, Eisen, Magnesium und Kalium in idealer Zusammensetzung.
  • Viel Wasser und wenig Kalorien machen den Kürbis zum perfekten Partner für Entschlackungskuren. Ballaststoffe halten die Blutfettwerte im Zaum, Vitamin E regt den Fettstoffwechsel an.
  • Auch Kürbiskerne haben es in sich: Mit einer Menge wertvollem Eiweiß, Vitaminen, Mineralien und Fettsäuren werden sie nicht nur in der Medizin geschätzt. In der guten Küche sind sie – leicht geröstet – die Krönung für frische Salate oder Suppen.

Kürbis-Tipps

  • Achten Sie beim Einkauf darauf, dass der Kürbis eine unversehrte Schale hat und seine Oberfläche schön glatt und fleckenlos ist.
  • Ein Eisportionierer eignet sich besonders gut, um Fasern und Kerne im Inneren zu entfernen. Die gewaschenen Kerne können Sie trocknen, schälen, rösten und eventuell gleich mit Salz oder Paprika würzen. Dann haben Sie einen leckeren Knabbersnack, der sich im Schraubdeckelglas eine ganze Weile hält.
  • Hokkaido ist nicht umsonst eine der beliebtesten Kürbissorten: Der intensiv orangefarbene Vertreter der Cucurbita-Familie muss nicht geschält werden und hat einen besonders intensiven Geschmack.
  • Legen Sie Kürbis einmal mit Essig, Rotwein, Zitrone und Gewürzen wie Ingwer, Kardamom, Zimt und Nelken ein. Dann haben Sie nicht nur eine vitaminreiche Beilage für den Winter, sondern auch ein willkommenes Geschenk für nette Menschen.

Rezepte:


Wirsing-Apfel-Salat mit Kürbisfladen

Wirsing-Apfel-Salat mit Kürbisfladen


Zutaten für 4 Personen:

120 g Kürbisfleisch (ca. 200 g Hokkaido-Kürbis)
250 g frisch gemahlenes Dinkel-Vollkornmehl
½ TL Meersalz, jodiert
3 EL Kürbiskerne
2 TL Backpulver (oder ¼ Würfel Hefe)
180 g Buttermilch
100 g Naturjoghurt
4 EL Rapskernöl
3–4 EL Apfelessig
1–2 EL Meerrettich, frisch gerieben
1 TL Apfeldicksaft
1 TL Kräutersalz
450 g Wirsing
150 g säuerlicher Apfel (z. B. Topaz, Elstar)
Backpapier für das Backblech
Feines Vollkornmehl zum Arbeiten
Kürbiskerne zum Bestreuen

Zubereitungszeit: 20 Min.
Backzeit: ca. 25 Min.
Pro Portion ca. 400 kcal

Zubereitung:

Das Kürbisfleisch fein reiben. Mit Mehl, Salz, Kürbiskernen und Backpulver vermischen. Mit Buttermilch zu einem weichen Teig verkneten.

Das Backblech mit Backpapier belegen. Den Teig in 12 Portionen teilen und jeweils auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem dünnen Fladen ausrollen. Die Fladen auf das Blech setzen, in den kalten Backofen (unten) schieben und bei 180 °C 25 Min. backen.

Joghurt mit Öl und Essig verrühren, mit Meerrettich, Apfeldicksaft und Kräutersalz kräftig würzen. Wirsing waschen, putzen und in sehr feine Streifen schneiden. Den Apfel waschen, abtrocknen und mit Schale fein reiben. Beides sofort mit dem Dressing vermengen und den Salat 20 Min. ziehen lassen. Den Salat vor dem Servieren eventuell mit Kräutersalz abschmecken, anrichten, mit Kürbiskernen bestreuen und mit Kürbisfladen servieren.

Rezept- und Bildnachweis

Landküche

WIRSING-APFEL-SALAT MIT KÜRBISFLADEN: "BIO – EIN GENUSS“ von Anna Ort-Gottwald, BIOSpitzenköche (GU-Verlag, 24,90 Euro).

Kürbisse: Bayerisches Landwirtschaftsministerium

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