Öko-Rosenkohl
Rosenkohl gehört wie Brokkoli undBlumenkohl zur Familie der Kreuzblütengewächse.Er tauchte erstmals in der Nähe von Brüssel auf und ist deshalb auch unter dem Namen "Brüsseler Sprossen" oder "Brüsseler Kohl" bekannt. Bis heute wird das typische Wintergemüse von Hand gepflückt.
Der Handel bietet Rosenkohl in zwei Varianten: in länglicher Form mit dunkelgrünen und locker gewachsenen Röschen und in rundlicher Form, hellgrün und mit festen Röschen. Erntezeit ist im November und Dezember.
Rosenkohl-Steckbrief
- Rosenkohl schmeckt herb und nussig bis bitter. Er passt gut zu Fleisch, Geflügel, Lamm und Wild. Pur und gekocht ist er eine feine Vorspeise und als Suppe ein pikanter Appetitanreger. Besonders raffiniert: Rosenkohl-Salat!
- Sehr apart im Geschmack wird er durch die Zugabe von fein gehackten, angebratenen Zwiebeln. Herzhaft schmeckt er mit Muskatnuss und Basilikum. Mit flüssiger Butter oder Sahne übergossen, wird Rosenkohl zummilden Geschmackserlebnis.
- Ein exquisiter Gaumenschmaus für die kalte Jahreszeit ist Rosenkohl mit karamellisierten Maronen. Die süßen Kastanien neutralisieren die bittere Note des Kohls und harmonieren deshalb perfekt mit Rosenkohl.
- Besonders zart und aromatisch werden die Röschen, sobald Frostkälte sie überzieht. Dabei wird nicht nur den Zuckergehalt erhöht, sondernauch die Zellstrukturen gelockert, wodurch Rosenkohl leichter verdaulich wird.
- Weil vielen der Geschmack von Rosenkohl zu bitter ist, arbeiten Züchter daran, den herben Geschmack abzumildern. Züchtet man die Bitterstoffe weg, verringert sich allerdings auch deren Krebs hemmende Wirkung! Rosenkohl versorgt den Körper mit Mineralstoffen, Kalium, Magnesium, Calcium, Eisen und Phosphor. Besonders reich ist er an Vitamin A, B1, B2 und C. Er enthält zudem sehr viel Eiweiß. Dank seines Gehalts an Thiamin und Folsäure beruhigt Rosenkohl die Nerven und hilft bei Konzentrationsschwäche.
Rosenkohl-Tipps
- In der Saison von Mitte Oktober bis Januar erhalten Sie frischen Rosenkohl in den Hofläden der Direktvermarkter
- Achten Sie beim Kauf von Rosenkohl auf fest geschlossene, druckfeste Röschen. Die Außenblätter dürfen weder gelb noch welk sein und auch keine Flecken haben. Je trockener die äußeren Kohlblätter sind, desto länger liegt die Ernte zurück. Im Gemüsefach bleibt Rosenkohl bis zu drei Tage frisch. Rosenkohl eignet sich auch gut zum Einfrieren.
- Dem typischen, bitteren Kohlgeschmack können Sie durch die Zugabe von Milch beim Kochen abhelfen. Damit der Rosenkohl gleichmäßig gart, sollten Sie den Stielansatz vor dem Kochen kreuzförmig einritzen. Nicht zu lange garen lassen, sonst zerfällt er.