Die Öko-Rote-Bete
Die Rote Rübe, eine Verwandte von Mangold und Zuckerrübe, ist ein klassisches Wintergemüse. Sie wächst im Sommer im Freiland - deshalb hat sie so viele wertvolle Inhaltsstoffe, die unser Körper im Winter dringend benötigt. Mit dem (Freiland-)Beet hat die Bezeichnung der roten Knolle jedoch nichts zu tun. Der Name "Bete" entwickelte sich aus dem keltischen "Bet". In Bayern sind Rote Bete auch als Rahna oder Rote Ruam bekannt.
Rote Bete-Steckbrief
- Rote Bete schmecken kräftig, würzig und süß-säuerlich. Um die leicht erdige Noteanzumildern, schmecken Sie Rote-Bete-Gerichte mit etwas Rotwein ab,würzen mit Meerrettich oder quirlen ein rohes Ei hinein. Rote Bete sind eine ideale Vorspeise, denn sie regen den Appetit an. Eine ausgezeichnete Gemüsebeilage geben sie zu Fleischgerichten wie Koteletts oder Schnitzel ab. Pikant wird´s, wenn Sie Rote Bete mit einer Essig-Zwiebel-Sauce kombinieren. Rohkost-Fans lieben Rote Bete als Saft oder Salat.
- Herzhafte Salate wie Heringssalat rundet Rote Bete raffiniert ab. Am besten frisch geraspelt mit saurer Sahne und Zitronensaft zu einer würzigen Salatsauce verarbeiten.
- Das "Rotgemüse" ist ein Top-Lieferant von Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen. Bereits im Altertum galten Rote Bete als heilsames Mittel bei Infektionskrankheiten. Für Heilung und Vorbeugung am besten roh als Saft oder vergoren zu sich nehmen. Diese Rote Bete-Kur regt Nebennieren und Schilddrüse an, entsäuert den Organismus und stärkt das Immunsystem.
Rote Bete-Tipps
- Naturbelassene Rote Bete finden Sie im Öko-Sortiment gut geführter Supermärkte, in Hofläden oder auf Bauern- und Wochenmärkten. Auch Gärtnereien, Naturkostläden und Reformhäuser bieten Rote Bete aus ökologischem Anbau an.
- Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass die Knollen glatt und unbeschädigt sind, andernfalls haben sie bereits Saft verloren und faulen schneller.
- Gekocht sind Rote Bete einfacher zu schälen und es geht weniger vomwertvollen Saft verloren. Gekocht und ungeschält können Sie sie einige Tage im Kühlschrank aufbewahren.
- Die Lebensmittelindustrie schätzt Rote Bete als natürlichen Farbstoff. Der farbintensive Saft wird für Erdbeereis, rosa Zahncreme und rote Bonbons genutzt. Wenn Sie Nudelteig zubereiten, färben Sie ihn doch einfach mal mit Rote-Bete-Saft ein.
- Noch ein Tipp: Wenn Sie Ihre Hände vor der Zubereitung der Roten Bete mit Speiseöl einreiben und danach mit Essigessenz oder Zitronensaft reinigen, gibt´s keine roten Hände!
Rezepte:
Rote-Bete-Gratin
Zutaten für 4 Personen:
6 Rote Bete mit Blättern (ca. 750 g), 3 Stängel Majoran, 200 g Sahne, 2 Eier, 2 TL süßer Senf, Salz, Pfeffer, 100 g Butterkäse, Butter für die Form.
Zubereitung:
Rote Bete waschen, wenn nötig schälen, Wurzelansatz abschneiden. Blätter und Stiele in Streifen schneiden, Knollen in dünne Scheiben hobeln. Majoran waschen, Blättchen abzupfen. Gratinform mit Butter fetten. Bachofen auf 190° vorheizen.
Rote-Bete-Scheiben und Blattstreifen in die Form füllen. Sahne mit Eiern, Majoran, Senf, Salz und Pfeffer verrühren, über die Roten Bete gießen. Den Butterkäse darüber hobeln. Im Backofen (Mitte, Umluft 160°) 40 Min. backen.
Borschtsch
Zutaten für 4 Personen:
1 Zwiebel, 2 Rote Bete, 2 Möhren, ¼ Knollensellerie, 1 Stange Lauch, ¼ Kopf Wirsing, 300 g Bauchspeck, 2 EL Butterschmalz, 1 l Rinderbrühe, Salz, Pfeffer, 1 Bund Dill, 200 g saure Sahne.
Zubereitung:
Zwiebel, Rote Bete, Möhren und Sellerie schälen. Den Lauch putzen, längs aufschneiden und gründlich waschen. Beim Wirsing die äußeren Blätter und den Strunk entfernen. Das Gemüse in grobe Stücke oder Würfel schneiden. Den Bauchspeck und die Zwiebel fein würfeln. Speck und Zwiebel im Schmalz glasig dünsten, das Gemüse kurz mitdünsten. Die Rinderbrühe angießen, alles 20-25 Min. kochen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Dill waschen und trocken schütteln, die Blättchen fein schneiden und über die Suppe streuen. Die saure Sahne extra zum Borschtsch reichen. Dazu passt Krustenbrot oder selbst gebackenes Brot.
Rezept- und Bildnachweis
Die Rezepte und Bilder stammen aus "Landküche - einfach gut kochen mit Bio-Produkten im Wechsel der Jahreszeiten" von Jürgen Christ, Birgit Rademacker und Julia Skowronek (GU-Verlag, 19,90 Euro).
Abbildung "Rote Rübe" auf der Startseite: trio-group